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Ziel der Beteiligung ist die Konsultation der Wirtschafts-, Wissenschafts- und Sozialpartner aus Sachsen zum vorliegenden Entwurf der Innovationsstrategie und die Erfassung erster Maßnahmenvorschläge zur Umsetzung dieser Strategie.

Reichen Sie hier Ihre schriftliche Stellungnahme ein und/oder nehmen Sie am Dialogforum (17.6.19 in Dresden) teil.

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Dialogforum

Novellierung der Innovationsstrategie © SMWA

 

Aufbau Forschungsrahmenprogramm Horizont Europa © European Commission

Die Europäische Kommission hat am 7. Juni 2018  mit "Horizont Europa" das bislang ehrgeizigste EU-Forschungs- und Innovationsprogramm vorgeschlagen. Für Forschung und Innovation sollen im nächsten langfristigen EU-Haushalt (2021-2027) 100 Mrd. Euro eingesetzt werden. Das neue Programm  baut auf den Erfolgen des laufenden Forschungsprogramms "Horizont 2020" auf und soll dazu beitragen, dass die EU bei Forschung und Innovation Weltspitze bleibt.

Während der Aufbau wissenschaftlicher Exzellenz durch den Europäischen Forschungsrat (ERC) und die Stipendien und Austauschprogramme im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen weiter vorangetrieben wird, werden mit "Horizont Europa" folgende wichtige Neuerungen eingeführt:

  • Ein Europäischer Innovationsrat (EIC) wird die EU dabei unterstützen, eine Vorreiterrolle bei marktschaffenden Innovation zu übernehmen: der Vorschlag der Kommission sieht die Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle vor, um vielversprechende und bahnbrechende Technologien mit großem Potenzial vom Labor bis zur Marktreife zu führen und die innovativsten Start-ups und Unternehmen bei der Entwicklung ihrer Ideen zu unterstützen. Der neue EIC wird dazu beitragen, schnell veränderliche, hoch riskante Innovationen, die über ein großes Potenzial zur Schaffung neuer Märkte verfügen, zu ermitteln und zu finanzieren. Über zwei Hauptfinanzierungsinstrumente, das eine für die Frühphase und das andere für die Entwicklung und Markteinführung, wird der EIC Innovatoren direkt unterstützen. Er wird die Arbeit des Europäischen Innovations- und Technologieinstitut (EIT) ergänzen.
  • Neue EU-weite Forschungs- und Innovationsaufträge, die sich auf gesellschaftliche Herausforderungen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit konzentrieren: im Rahmen von Horizont Europa wird die Kommission neue Aufträge mit anspruchsvollen, ehrgeizigen Zielen und einem hohen europäischen Mehrwert ins Leben rufen, mit denen Probleme angegangen werden können, die unser tägliches Leben betreffen. Beispiele dafür könnten von der Bekämpfung von Krebs über den sauberen Verkehr bis zu plastikfreien Meeren reichen. Diese Aufträge werden gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Interessenträgern, dem Europäischen Parlament und den Mitgliedstaaten konzipiert.
  • Optimale Nutzung des Innovationspotenzials in der gesamten EU: Für die Mitgliedstaaten, die bei ihren Bemühungen zur bestmöglichen Nutzung ihres nationalen Forschungs- und Innovationspotenzials zurückliegen, wird die Unterstützung verdoppelt. Darüber hinaus werden neue Synergien mit den Strukturfonds und dem Kohäsionsfonds die Koordinierung und Kombination von Finanzierungen erleichtern und die Regionen dabei unterstützen, Innovationen zu fördern.
  • Mehr Offenheit: Der Grundsatz einer „offenen Wissenschaft“ stellt den Modus Operandi von Horizont Europa dar und soll einen offenen Zugang zu Veröffentlichungen und Daten gewährleisten. Dies wird die Markteinführung unterstützen und das Innovationspotenzial der durch die EU-Förderung erzielten Ergebnisse erhöhen.
  • Eine neue Generation europäischer Partnerschaften und verstärkte Zusammenarbeit mit anderen EU-Programmen: Mit Horizont Europa wird die Anzahl der Partnerschaften, die die EU mit Partnern wie der Industrie, der Zivilgesellschaft und Stiftungen gemeinsam organisiert oder finanziert, verringert, um ihre Effizienz und Wirkung bei der Verwirklichung der politischen Prioritäten Europas zu verbessern.Horizont Europa wird wirksame und operative Verknüpfungen mit anderen künftigen EU-Programmen, wie Programmen im Bereich der Kohäsionspolitik, dem Europäischen Verteidigungsfonds, dem Programm „Digitales Europa“ und der Fazilität „Connecting Europe“ sowie mit dem internationalen Fusionsenergieprojekt ITER (link is external) fördern.

Die Gemeinsame Forschungsstelle (JRC), der wissenschaftliche Dienst der Kommission, wird der Kommission weiterhin mit wissenschaftlicher Beratung, technischer Unterstützung und gezielten Forschungsarbeiten zur Seite stehen. 

Die für den Zeitraum 2021–2027 vorgeschlagene Mittelausstattung in Höhe von 100 Mrd. Euro umfasst 97,6 Mrd. Euro für Horizont Europa (davon 3,5 Mrd. Euro für den Fonds „InvestEU“) und 2,4 Mrd. Euro für das Euratom-Programm für Forschung und Ausbildung. Das Euratom-Programm, aus dem Forschungs- und Ausbildungsmaßnahmen in den Bereichen nukleare Sicherheit, Gefahrenabwehr und Strahlenschutz finanziert werden, wird sich stärker auf Anwendungen außerhalb der Stromerzeugung, z. B. auf Anwendungen im Gesundheitswesen und medizinische Ausrüstung konzentrieren und auch die Mobilität von Kernforschern im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen fördern.

(Quelle: Pressemitteilung der Europäischen Kommission)

Mehr Informationen zu Horizont Europa finden Sie hier

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