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Aktuelles

Lump Sum-Förderung im Rahmen von Horizont Europa

20.05.2022 |

Die Finanzierung der im Europäischen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation geförderten Projekte basiert bislang auf der Erstattung der tatsächlichen Kosten. Ein hoher Zeit-und Arbeitsaufwand sowie Fehleranfälligkeit bleiben trotz vereinfachten Regelungen und besserer IT-Unterstützung weiterhin bestehen. Die Europäische Kommission strebt daher eine stärkere Verwendung von Pauschalbeträgen (lump sums) an. Dieses Konzept sieht vor, alle Kostenberichtserstattungen und finanzielle Ex-post-Prüfungen entfallen zu lassen und somit den wesentlichen Fokus auf die wissenschaftlich-technischen Projektinhalte zu richten.

Zum Ende von Horizont 2020 wurde dazu ein Pilotprojekt ("Horizon 2020 lump sum pilot") gestartet. Aus dem entstandenen Bericht geht hervor, dass sich die Finanzierung durch lump sums durchaus in der Praxis bewährt hat und daher eine breitere Verwendung in Ausschreibungen von Horizont Europa finden soll. Daraufhin äußerten sich einige Hochschul- und Forschungsverbände in Positionspapieren kritisch.

Im Europäischen Parlament fand am 1.Februar 2022 eine Anhörung von Expertinnen und Experten zur Lump Sum-Förderung statt. Vom „Panel for the Future of Science and Technology“ (STOA), welches die Veranstaltung auch organisierte, wurde eine Studie zur Eignung der Projektförderung durch Lump sums basierend auf der Befragung von Forschenden sowie Stakeholdern vorgestellt. Für die Interessenvereinigungen EARTO, LERU und SMEUnited bestand nach der Präsentation die Möglichkeit ihre Erfahrungen und Sichtweisen zur Lump Sum-Förderung darzulegen. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung ist auf der Webseite der STOA zu finden.

Aus der Studie geht hervor, dass eine Mehrzahl der Befragten eine grundsätzlich positive Einstellung zur Förderung mit Lump sums haben. Jedoch wurden auch Herausforderungen und Probleme identifiziert. Die vollständigen Ergebnisse der Studie wurden im Mai 2022 vom Wissenschaftlichen Dienst des Europäischen Parlamentes veröffentlicht.

Im Funding & Tenders Portal hat die Europäische Kommission nun eine Webseite für die Lump sum-Förderung in Horizont Europa eingerichtet. Diese enthält verschiedenen Informationen zu dieser Art der Projektfinanzierung sowie die Auflistung der aktuell für Lump sum-Finanzierung ausgeschriebenen Calls. 

Weitere Informationen:

Webseite zur Lump sum-Förderung

Webinar: Lump Sum Funding in Horizon Europe: How does it work? How to write a proposal?

Lump Sum Grants in Horizon Europe: Why do we need them and how do they work in practice?

Studie "A reimbursement system based on fixed lump sum- Is it the right tool for the EU Framework Programme for research?" 

Quelle: Europäische Kommission; Kowi

Co-funding für Drittstaaten in Horizont Europa

06.05.2022 |

Mit wenigen Ausnahmen können grundsätzlich Einrichtungen aus aller Welt an Horizont Europa teilnehmen. Jedoch erhalten die meisten industrialisierten Staaten, welche keine EU-Mitglieder sind und auch nicht zu Horizont Europa assoziiert sind, keine Förderung von der Europäischen Kommission (Ausnahmen: Staaten mit niedrigem bis mittlerem Einkommen, siehe List of Participating Countries in Horizon Europe im Funding & Tenders Portal; Stand: 15.04.2022).    

Diese Drittländer müssen die Kosten für eine Projektbeteiligung anderweitig aufwenden. Damit sich Ländern dennoch an den Projekten in Horizont Europa beteiligen können, stellen einige Länder für ihre Einrichtungen eigene Förderungen bereit. Die Bereitstellung von Fördermitteln auf nationaler Ebene für die Teilnahme von Drittstaaten wird als „co-funding“ bezeichnet. Die nationalen Fördermittel müssen von den Antragstellenden aus den Drittstaaten gesondert bei den jeweils betreffenden Förderorganisationen beantragt werden.    

Die Europäische Kommission hat nun einen Leitfaden über die co-funding-Mechanismen veröffentlicht. Der Leitfaden enthält eine Übersicht über die derzeitigen Drittstaaten mit einer nationalen Fördermittelbereitstellung sowie spezifische Informationen zu den jeweilige Ländern. Bisher haben die folgenden Länder dem co-funding zugesagt: Australien, Japan, Mexiko, Neuseeland, China, Schweiz und Südkorea.

Der Leitfaden zum Co-funding ist im Funding and Tenders Portal unter Reference Documents → Guidance → HE Complementary funding mechanisms in third countries zu finden.

Quelle: NKS DIT; Kowi

Städte-Mission in Horizont Europa: EU-Kommission wählt 100 Städte als Versuchs- und Innovationsökosysteme aus

Karte der ausgewählten Städte © Europäische Kommission
29.04.2022 |

Die Kommission gab am 28.April 2022 die 100 Städte in der EU bekanntgegeben, die an der EU-Mission für 100 klimaneutrale und intelligente Städte bis 2030 teilnehmen werden. Mit der Mission „Städte“ sollen im Rahmen von Horizont Europa Innovationen angestoßen werden, um bis 2030 Klimaneutralität zu erreichen. Dafür erhält die Mission „Städte“ im Zeitraum 2022-2023 Mittel in Höhe von 360 Mio. EUR.

Städtische Gebiete sind weltweit für mehr als 70 % der CO2-Emissionen verantwortlich und verbrauchen mehr als 65 % der weltweiten Energie. Die nun ausgewählten Städte sollen als Versuchs- und Innovationsökosysteme fungieren, um so alle anderen beim Übergang zur Klimaneutralität bis 2050 zu unterstützen. Gegenstand der angestrebten Maßnahmen innerhalb der Mission sind die Themen saubere Mobilität, Energieeffizienz und grüne Stadtplanung.

Aus allen 27 Mitgliedstaaten ist jeweils mindestens eine Stadt vertreten, hinzukommen weitere 12 Städte in Ländern, die mit Horizont Europa assoziiert sind oder potenziell assoziiert werden können. Aus Deutschland wurden neun Städte ausgewählt, darunter sind auch zwei sächsische Städte (Dresden und Leipzig) vertreten.  

Für die Städte ergeben sich durch die Auswahl für die Mission einige Vorteile, dazu zählen eine maßgeschneiderte Beratung und Unterstützung durch eine spezielle Missionsplattform, zusätzliche Finanzierungsmittel und Finanzierungsmöglichkeiten sowie die Gelegenheit zur Beteiligung an großen Innovationsmaßnahmen und Pilotprojekten. Es besteht weiterhin die Möglichkeit zur Vernetzung und Austausch sowie zur Unterstützung bei der Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern.

Als nächsten Schritt wird die Kommission die 100 ausgewählten Städte auffordern, Klimastadt-Verträge auszuarbeiten. Diese sollen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürger, Forschungseinrichtungen und dem Privatsektor erarbeitet werden und einen Gesamtplan für Klimaneutralität in allen Sektoren wie Energie, Gebäude, Abfallwirtschaft und Verkehr sowie entsprechende Investitionspläne umfassen.

Weitere Informationen und Hintergründe:

EU-Missionen in Horizont Europa

EU-Mission: 100 klimaneutrale und intelligente Städte bis 2030

Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 28. April 2022

Infoblatt „EU-Mission „Städte“: Das sind die Städte“

Quelle: Europäische Kommission

Europäische Kommission: Aussetzung der Zusammenarbeit mit Russland im Bereich Forschung und Innovation

13.04.2022 |

Im Zuge der russischen Invasion der Ukraine hat die Europäische Kommission aus Solidarität mit den Menschen in der Ukraine beschlossen, die Kooperation mit Russland auf den Gebieten Forschung, Wissenschaft und Innovation auszusetzen.

In einer Stellungnahme vom 03.März 2022 verkündete Mariya Gabriel, die EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend folgende Maßnahmen:

Für das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation "Horizont Europa", als auch für das Vorgängerprogramm "Horizont 2020", werden keine neuen Verträge oder Vereinbarungen mit russischen Organisationen abgeschlossen. Zudem werden Zahlungen an russische Organisationen im Rahmen bestehender Verträge ausgesetzt.

Am 08.April 2022 kündigte die Europäische Kommission an, dass nun auch laufende Projekte aufgekündigt werden. Diese Maßnahme betrifft russische öffentliche Einrichtungen. Einzelne Forschende in Individualmaßnahmen der Marie Skłodowska-Curie Actions und des Europäischen Forschungsrates werden weiterhin gefördert – Personen, die auf den EU-Sanktionslisten stehen jedoch nicht.

Überdies wurden die bisherigen exzellenten Beiträge der Ukraine im Rahmenprogramm gewürdigt und auf weitere Schritte zur Sicherung zukünftiger Kooperationsvorhaben verwiesen. So soll die Assoziierung der Ukraine zu "Horizont Europa" und "Euratom" so bald wie möglich in Kraft treten. Dazu hatte die Ukraine bereits im Oktober 2021 die Assoziierungsvereinbarung unterzeichnet und muss diese jetzt noch ratifizieren.

Hintergrund:

Im aktuellen EU-Förderprogramm für Forschung und Innovation "Horizont Europa“ sind russische Einrichtungen bisher in noch keinem laufenden Projekt vertreten. Vor dem Beschluss der Aussetzung liefen die Vorbereitungen für Vereinbarungen für vier Projekte mit fünf russischen Beteiligungen.

Im Vorgängerprogramm "Horizont 2020“ laufen noch mehrere Projekte mit russischer Beteiligung. In den derzeit noch 86 durchgeführten Projekten sind 78 russische Organisationen beteiligt. Die Zahlungen an diese Einrichtungen werden in Folge des Beschlusses ausgesetzt.

Weitere Informationen:

Stellungnahme von EU-Kommissarin Mariya Gabriel vom 03.März 2022

Stellungnahme von EU-Kommissarin Mariya Gabriel vom 08.April 2022

Europäische Kommission

Quelle: Europäische Kommission; Kowi

Vereinigtes Königreich erweitert Garantiezusage für Horizont Europa

21.03.2022 |

Für britische Teilnehmende an Horizont Europa hat die Regierung des Vereinigten Königreichs (VK) am 15.März 2022 die Gewährung einer Ersatzförderung bis Ende des Jahres ausgeweitet. Ursprünglich im November 2021 eingeleitet, um die ersten Calls im neuen Programm abzudecken, umfasst die Ausweitung nun auch zahlreiche Topics der zweiten Ausschreibungswelle (März 2022).  

Da die Assoziierungsverhandlungen zwischen dem VK und der EU weiterhin andauern, können britische Einrichtungen im Moment keine Förderung aus Horizont Europa erhalten. Im Rahmen einer vereinbarten Übergangsregelung („Transitional Arrangement“), welche das VK als einen bereits assoziierten Staat behandelt, ist eine Antragstellung auf Förderung dennoch möglich. Solange die Assoziierung noch nicht abgeschlossen ist, erhalten erfolgreiche Projektanträge, die zur Grant Preparation aufgefordert werden, keine Förderung aus dem Rahmenprogramm. Die Projektkosten werden in diesem Fall durch die Ersatzförderung des VK erstattet.

Die Garantiezusage der Ersatzförderung gilt nur für explizit ausgewählte Topics in Horizont Europa, bei denen das Grant Agreement vor dem 31. Dezember unterzeichnet wird. Sie umfasst sowohl die Individualförderung als auch die britische Beteiligung in Konsortien und kann über die gesamte Projektlaufzeit bezogen werden.

Eine baldige Assoziierung wird weiterhin angestrebt, daher ruft die Regierung des VK die Forschenden auf, sich auch für Calls außerhalb der Garantie zu bewerben.

Eine Liste der ausgewählten Topics für die Ersatzförderung und weitere Informationen erhalten Sie in der „Horizon Europe guarantee guidance“ von UK Research and Innovation sowie auf deren Webseite.

Quelle: UK Research and Innovation; Kowi

Funding & Tenders Portal: Zwei neue Funktionen

16.02.2022 |

Das Funding & Tenders Portal ist der Zugang zu Förderprogrammen und Ausschreibungen von Zuwendungen (Funding, Grants) und Aufträgen (Tenders) der Europäischen Union. Es dient zum einem als Informationsplattform, zum anderen können Anträge zu den einzelnen Ausschreibungen direkt elektronisch bearbeitet und eingereicht werden.

Zudem gibt es auf der jeweiligen Ausschreibungsseite die Möglichkeit nach Projektpartnern zu suchen. Stand diese Funktion bisher nur Institutionen/Einrichtungen zur Verfügung, können nun auch einzelne Nutzerinnen und Nutzer mit potenziellen Partnern in Kontakt treten.  

Eine weitere Neuerung betrifft die finanzielle Unterstützung für Dritte (cascade calls). Begünstigte von Projektförderungen haben die Möglichkeit in ihren Projekten Dritte finanziell zu unterstützen. Ab sofort können Anträge für eine solche Kaskadenfinanzierung direkt im Portal registriert werden. Alle cascade calls sind auf der Funding opportunities-Seite zu finden, was ihre Sichtbarkeit für interessierte Antragstellende erhöht.

Quelle: Kowi; EU-Büro des BMBF

Ausschreibung "Hop on Facility": Förderung der Aufnahme von Projektpartnern aus Ländern mit geringer Forschungs- und Innovationsleistung in bestehende Verbundprojekte von Horizont Europa

27.01.2022 |

Als Teil des Horizont-Europa-Programmteils "Widening Participation and Strengthening the European Research Area" wurde am 27.Januar 2022 die Ausschreibung "Hop on Facility" geöffnet. Damit soll die Aufnahme neuer Projektpartner aus Ländern mit geringer Forschungs- und Innovationsleistung (Widening-Länder) in bestehende Horizont-Europa-Verbundprojekte gefördert werden. Hauptauswahlkriterium für die Förderung sind Exzellenz und der Mehrwert, welchen der neue Partner für das bestehende Projekt im Rahmen einer relevanten zusätzlichen Aufgabe mitbringt.   

Anforderungen:

  • Antrag muss vom Koordinator eines bestehenden Konsortiums gestellt werden
  • Projekt muss im Rahmen der Säule 2 oder EIC-Pathfinders von Horizont Europa gefördert werden
  • Projekt hat bisher noch keinen Projektpartner aus einem Widening-Land
  • Beitritt des neuen Projektpartners muss von allen Konsortialpartner Zustimmung erhalten

Zu den Widening-Ländern zählen unter anderem: Bulgarien, Estland, Griechenland, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Portugal, Rumänien, Slovakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Zypern (Auflistung der Widening-Länder im Arbeitsprogramm des Programmteils "Widening Participation and Strengthening the European Research Area" auf Seite 9)

Die nächsten Stichtage für die Einreichung sind der 20. April 2022 und der 10. November 2022.

Weitere Informationen zur Ausschreibung finden Sie im Funding and Tenders Portal der EU-Kommission.

Quelle: NKS

Gender Equality Plan wird für Förderaufrufe in Horizont Europa verpflichtend

Ab der Einrichtungsfrist 2022 wird ein Gleichstellungsplan (Gender Equality Plan - GEP) ein Auswahlkriterium für Ausschreibungen in Horizont Europa. Dies gilt für alle öffentlichen Stellen, Hochschulen und Forschungsorganisationen aus EU-Mitgliedstaaten und assoziierten Staaten. Der GEP muss dabei bestimmte Anforderungen erfüllen, um anerkannt zu werden:

  1. Öffentliches Dokument
  2. Fest zugeordnete Ressourcen
  3. Vorkehrungen für die Datenerhebung und -überwachung
  4. Unterstützung durch Schulungen und Kapazitätsaufbau

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Europäischen Kommission.

Bei weiterem Beratungsbedarf stehen Ihnen die ZEUSS-Referentinnen gerne zur Verfügung.

Aktualisierte Version des Horizont Europa Arbeitsprogramm 2021-2022

Am 15.Dezember 2021 hat die Europäische Kommission das Arbeitsprogramms 2021-2022 in einer aktualisierten Version veröffentlicht.

Folgende Unterprogramme sind von Aktualisierungen betroffen:

  • General introduction
  • Research Infrastructures
  • Alle Clusterprogramme der Säule 2
  • Widening participation and strenghtening the European Research Area
  • Missionen (neue Ausschreibungen der neu implementierten Missionen)

Es wird empfohlen, eventuelle Terminänderungen bzw. Aktualisierungen zu einzelnen Aufrufen 2022 im Funding & Tenders Portal zu beachten.

Quelle: Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen

Überblick über den aktuellen Stand der Assoziierungsverhandlungen in Horizont Europa

Assoziierungen ermöglichen Einrichtungen von Nicht-EU-Staaten eine Teilnahme am Rahmenprogramm unter gleichen Bedingungen wie Einrichtungen aus EU-Mitgliedstaaten. Es stellt somit die engste Form der Kooperation mit Nicht-EU-Ländern dar.

Ein offizielles Assoziierungsabkommen zu Horizont Europa haben bisher folgende Länder unterzeichnet: Norwegen, Island, Türkei, Moldawien und die Ukraine. 

Folgende Länder stehen derzeit in finalen Verhandlungen und eine Assoziierung wird noch dieses Jahr erwartet: Färöer-Inseln, Israel, Tunesien, Albanien, Bosnien & Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nord Mazedonien sowie Serbien.

Die Schweiz wird für die 2022er Calls als nicht-assoziiertes Drittland behandelt, da die Verhandlungen im Juli 2021 vorerst gescheitert sind. Informationen unter welchen Bedingungen Schweizer Einrichtungen am Rahmenprogramm teilnehmen können, finden Sie hier.

Assoziierungsverhandlungen mit dem Vereinigten Königreich stehen derzeit in der Schwebe. Es fällt derzeit noch in die Übergangsregelung für 2021/2022. Das bedeutet, dass es in dieser Zeit noch unter den Bedingungen für assoziierte Länder förderfähig ist. Diese Regelung gilt auch noch für die folgenden Länder: Albanien, Armenien, Bosnien & Herzegowina, Färöer-Inseln, Georgien, Kosovo, Montenegro, Marokko, Nord-Mazedonien, Serbien und Tunesien.

Sehen Sie hier den von der Europäischen Kommission veröffentlichten aktuellen Stand der Assoziierungsverhandlungen.

Quelle: Bayerische Forschungsallianz; Europäische Kommission

Horizont Europa: EU-Ministerrat verabschiedet Gründung von Gemeinsamen Unternehmen

Im Rahmen von Horizont Europa hat der Rat der Europäischen Union am 19.11.2021 die Verordnung zur Gründung von gemeinsamen Unternehmen angenommen. Diese Unternehmen ermöglichen öffentlichen und privaten Akteuren gemeinsame Forschungs- und Innovationspartnerschaften auf europäischer und nationaler Ebene einzugehen, um komplexe Herausforderungen anzugehen. Dafür sollen aus Horizont Europa ca. 10 Mrd. Euro zur Verfügung stehen und um mindestens denselben Betrag von den Partnern ergänzt werden.

Folgende Partnerschaften wurden angenommen:

  • Globale Gesundheitspolitik (EDCTP3),
  • Initiative zu Innovation im Gesundheitswesen,
  • Digitale Schlüsseltechnologien,
  • Kreislauforientiertes biobasiertes Europa,
  • Sauberer Wasserstoff,
  • Saubere Luftfahrt,
  • Europas Eisenbahnen,
  • Forschung zum Flugverkehrsmanagement im einheitlichen europäischen Luftraum,
  • Intelligente Netze und Dienste,
  • Metrologie.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen; Rat der Europäischen Union

Neue Informationen zur Teilnahme der Schweiz an Horizont Europa

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation der Schweiz (SBFI) hat am 20.Oktober 2021 ein Update über die Teilnahme der Schweiz an Horizont Europa und den dazugehörigen Programmen veröffentlicht. Aktuell wird die Schweiz als nicht-assoziiertes Drittland behandelt. Das Update als Factsheet sowie alle aktuellen Informationen zu den Bedingungen der Teilnahme und Beteiligung von Schweizer Einrichtungen an Horizont Europa finden Sie auf der Webseite des SBFI.

Fünf neue EU-Missionen zur Bewältigung globaler Herausforderungen

Für die Bewältigung der größten globalen Herausforderungen hat die Europäische Kommission am 29.September 2021 fünf neue Missionen auf den Weg gebracht. EU-Missionen im Rahmen von Horizont Europa sind ein neuer kollaborativer Ansatz der Politikgestaltung, bestimmte Ziele in einem festgelegten Zeitrahmen zu erreichen. In den Bereichen Gesundheit, Umwelt und Klima zielen die Missionen darauf ab, bis 2030 Lösungen für folgende globale Herausforderungen zu liefern:

  • Bekämpfung von Krebs,
  • Anpassung an den Klimawandel,
  • Wiederherstellung der Ozeane und Gewässer,
  • klimaneutrale und smarte Städte,
  • gesunde Böden.

Zu diesen einzelnen Missionen hat die EU-Kommission zudem am 21. Oktober 2021 Foresight Reports veröffentlicht. Diese sollen bei der Ausarbeitung der Missionen helfen. Die einzelnen Reports können Sie hier einsehen. Aktuelle Informationsveranstaltungen zu den einzelnen Missionen werden von der EU-Kommission hier veröffentlicht.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Europäischen Kommission.

Erste zu Horizont Europa assoziierte Staaten stehen fest: Norwegen und Island

Norwegen und Island wurden am 24. September 2021 formell zu Horizont Europa assoziiert. Damit sind Einrichtungen aus diesen beiden Staaten weitestgehend mit denen der EU-Mitgliedstaaten gleichgestellt. Assoziierungsverhandlungen mit weiteren Staaten sind geplant. Den aktuellen Stand der Verhandlungen veröffentlicht die Europäische Kommission hier.

Quelle: Europäische Kommission

 

Die EU-Kommission hat eine neue Webseite zu Partnerschaften geöffnet. Sie bietet Unterseiten zu jeder der neuen Europäischen Partnerschaftsinitiativen im neuen EU-Rahmenprogramm Horizont Europa. Die Informationen werden laufend vervollständigt. Kommentare oder Kontaktanfragen können über die Webseite direkt an die Partnerschaften gerichtet werden. 

Weitere Informationen: hier

(Quelle: DLR Projektträger, EU-Büro des BMBF)

Die EU-Kommission hat eine neue Open Access-Publikationsplattform gestartet: „Open Research Europe“ (ORE). Die Nutzung ist freiwillig und die jeweiligen Publikationsgebühren werden von der EU-Kommission finanziert. Forschende aller Disziplinen können diese Plattform für Einreichungen von EU-geförderten Projektergebnissen nutzen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle: DLR

Was ändert sich für Stakeholder aus den Sozial- und Geisteswissenschaften in Horizont Europa?

Die Nationale Kontaktstelle Gesellschaft bietet Ihnen mit dem kürzlich veröffentlichten Info-Magazin "Kompass für Sozial- und Geisteswissenschaften in HEU" einen ersten Einblick in die Struktur des 9. EU-Forschungsrahmenprogramms und dessen Fördermöglichkeiten für die Sozial- und Geisteswissenschaften.

Weitere Informationen und Exemplare zum Download finden Sie hier.

Quelle: NKS-Gesellschaft

Um mehr Verantwortung für Forschungsexzellenz und Innovation auf europäischer Ebene zu übernehmen und gemeinschaftliche Antragstellungen von europäischen Partnern zu begünstigen hat das BMBF am 11. September 2020 die Richtlinie FH-Europa veröffentlicht. Gegenstand des Förderprogramms ist es, die Beteiligung von Fachhochschulen (FH) und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) an europäischen Programmen und Initiativen wie „Horizont Europa“, „Green Deal“ oder „EUREKA“ zu erhöhen und dabei die Vernetzung von potenziellen Projektpartnern im europäischen Raum zu fördern. 

Förderanträge können bis zum 30. Juni 2027 elektronisch eingereicht werden.

Quelle: DLR Projektträger

Die Geschäftsstelle Synergiendialog im EU-Büro des BMBF hat ein Praxisbeispiel mit dem Bundesland Sachsen entwickelt. Es zeigt in eindrucksvoller Weise, wie der Freistaat Sachsen mithilfe von strategischen europäischen Partnerschaften seine vorhandenen Stärken, wie die traditionsreiche Montanindustrie, mit künftigen Innovationspotenzialen in Europa und weltweit verknüpft. Sachsen gestaltet einen Strukturwandel, der durch neue Ansätze die Innovations- und die Strukturpolitik zusammenbringt, durch neue Technologien lokale Wettbewerbsvorteile herausarbeitet und diese in europäische Wertschöpfungsketten einbettet.

Quelle: DLR Projektträger

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